Die Liebe ohne Grenzen
Weihnachten bietet die Gelegenheit, Gottes grenzenlose und selbstlose Liebe zu erfahren. Dies wurde durch die Inkarnation, also die Menschwerdung, möglich. Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat (Johannes 3,16). Diese Liebe ist gebend, das heißt selbstlos und lebensspendend. Sie konzentriert sich auf den anderen und vergisst sich selbst. Diese Liebe ist unbeschreiblich und kennt keine Grenzen. Und der Mensch wird aufgrund dieser Liebe ewig leben. Weihnachten ist eine Gelegenheit, diese Liebe in der Familie und in der Gesellschaft zu entzünden.
Vergebung ist nicht unmöglich
Diese Liebe kann durch Vergebung zum Ausdruck gebracht werden. Vergebung in diesem Sinne erfordert Selbsthingabe. Dies ist schwierig, aber nicht unmöglich. Die Welt ist zerbrochen und braucht Heilung, sogar Familien werden derzeit auseinandergerissen. Vergebung kann die zerbrochene Welt und Familien heilen. Vergebung ist keine Schwäche, sondern eine Stärke. Sie ist eine Eigenschaft der Starken. Nur die Starken können vergeben. Diese Denkweise entspricht vielleicht nicht der modernen Denkweise. Aber in der Menschwerdung ergreift Gott die Initiative, sich durch seinen einzigen Sohn Jesus Christus mit den Menschen zu versöhnen. Dies ist keine Schwäche, sondern Stärke. Das beste Geschenk, das man zu Weihnachten machen kann, ist vielleicht das Geschenk der Vergebung. Und wer dieses Geschenk erhält, erhält Leben und Hoffnung.
Ein Hoffnungsschimmer
Wo die Liebe und Vergebung sind, da ist Hoffnung. Wer geliebt und wem vergeben wird, hat einen Grund zu leben, und das ist die Hoffnung. Die Geburt Jesu hat uns einen Grund zum Leben gegeben; sie ist ein Funken Hoffnung und ein Licht in der Welt. Mit diesem Hoffnungsschimmer kann man das neue Jahr beginnen, indem man das Licht des Jesuskindes ausstrahlt, und auch seine Liebe zu einer echten Erfahrung in unserer Welt und Familie macht.
Ihr Kaplan Titus Ojonyi