Liebe Schwestern und Brüder,
vielleicht haben es einige von Ihnen bereits erfahren: Ab dem 1. September werde ich im Pastoralen Raum Mellrichstadt meine dreijährige Berufseinführungsphase beginnen. Diese Ausbildungszeit bildet den letzten Abschnitt auf meinem Weg zur Diakonen- und schließlich zur Priesterweihe. Umso mehr freue ich mich darauf, diesen wichtigen Lebensabschnitt gemeinsam mit Ihnen gehen zu dürfen.
Mein Name ist Dominique Moritz, ich bin 30 Jahre alt und stamme aus dem Vorland der Rhön. Aufgewachsen bin ich in Roth an der Saale. Während meines Studiums bin ich nach Marktsteinach in der Gemeinde Schonungen gezogen, wo ich bis heute lebe.
In meiner Freizeit treibe ich gerne Sport, koche leidenschaftlich und genieße es, mit dem Motorrad unterwegs zu sein. Nach meinem Realschulabschluss in Bad Kissingen besuchte ich zunächst die Fachoberschulen in Schweinfurt und Schwallungen. Anschließend zog es mich für längere Zeit als Volunteer nach Südafrika. Diese Zeit hat mich menschlich tief geprägt und meinen Blick für andere Lebensrealitäten nachhaltig erweitert.
Nach meiner Rückkehr absolvierte ich eine Ausbildung zum Physiotherapeuten, die ich 2019 mit dem Staatsexamen erfolgreich abschloss. Parallel dazu war ich in verschiedenen beruflichen Bereichen tätig – unter anderem als Barkeeper in den Diskotheken „Look“ und „Suzie“, als Werkstudent bei ZF Friedrichshafen sowie im Ferienjob bei Mercedes-Benz und der Firma Weihrauch. Außerdem war ich während meiner Jugend sechs Jahre lang als Fußballschiedsrichter aktiv. Rückblickend bin ich für diese vielfältigen Erfahrungen sehr dankbar. Sie haben mich gelehrt, Verantwortung zu übernehmen, Entscheidungen zu treffen, im Team zu arbeiten und Menschen mit ganz unterschiedlichen Lebensgeschichten zu begegnen. Ich bin überzeugt, dass all diese Erfahrungen meinen Blick auf die Seelsorge bis heute bereichern.
Während meiner Ausbildung engagierte ich mich wieder intensiver in meiner Heimatpfarrei. In dieser Zeit wuchs in mir immer deutlicher der Wunsch, mein Leben ganz in den Dienst Gottes und der Menschen zu stellen. So entschloss ich mich schließlich, in das Priesterseminar Würzburg einzutreten.
Nach dem Propädeutikum (Vorbereitungsjahr) in Bamberg führte mich mein Studium für vier Jahre an das Überdiözesane Studienhaus St. Lambert. Während dieser Zeit durfte ich erste pastorale Erfahrungen in einem dreimonatigen Praktikum im Pastoralen Raum Karlstadt sammeln und war außerdem im Religionsunterricht an der Grundschule Karlstadt eingesetzt. Im Jahr 2024 schloss ich dort mein Studium erfolgreich ab.
Anschließend setzte ich mein Studium an der Kölner Hochschule für Katholische Theologie fort und konnte in diesem Jahr den akademischen Grad Magister Theologiae erwerben. Während meiner Zeit in Köln engagierte ich mich in der Hochschulgemeinde und war als studentische Hilfskraft am Lehrstuhl für Alttestamentliche Exegese tätig. Die Begegnungen mit Studierenden aus vielen verschiedenen Ländern und Kulturen haben meinen Blick auf Kirche und Glauben erweitert und mich in meiner Berufung weiter bestärkt.
Nun freue ich mich sehr auf die kommenden Jahre im Pastoralen Raum Mellrichstadt sowie auf meinen Einsatz im Religionsunterricht an der Grundschule Mellrichstadt. Besonders schön ist für mich, dass sich hier gewissermaßen ein Kreis schließt: Vor sieben Jahren, noch bevor ich ins Priesterseminar eintrat, wurde ich von meinem damaligen Regens für ein Schnupperpraktikum über die Kar- und Ostertage nach Mellrichstadt geschickt. Damals hätte ich nicht gedacht, dass ich eines Tages hierher zurückkehren würde, um den letzten Abschnitt meiner Priesterausbildung zu absolvieren.
Ich freue mich darauf, viele Menschen kennenzulernen, gemeinsam Gottesdienst zu feiern, miteinander ins Gespräch zu kommen und den Glauben im Alltag zu leben. Mir ist es wichtig, den Menschen offen und auf Augenhöhe zu begegnen, zuzuhören und gemeinsam Kirche zu gestalten. Ich bin gespannt auf die Begegnungen, Erfahrungen und Herausforderungen der kommenden Jahre und hoffe auf eine gute, vertrauensvolle und segensreiche gemeinsame Zeit.
Bis dahin wünsche ich Ihnen Gottes reichen Segen und freue mich darauf, Ihnen bald persönlich zu begegnen.
Ihr Dominique Moritz











