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Die Werke näher betrachtet

Renate Molitor, Marion Greier und Christine Baumeister stellten beim ersten „bemerkenswert“ am 15. März 2026 in der Kirche St. Sebastian Bastheim die ausgestellten Werke einzeln vor.

Die Installation „Halt“ zeigt einen Gehstock, einen Krückstock, einen Wanderstock und einen Stock, der mehr ist als nur Stütze: einen Bildstock, Zeichen für Halt, Vertrauen und Zuversicht.

Das Bild mit dem Titel „Frauen“ kritisiert. In der Geschichte wurde das Zeichen der Frauen oft leiser gemacht. Frauen sind berufen, aber nicht immer gehört. Sie sind Tragend, aber nicht immer tragend im Amt. Sie sind glaubend, hoffend, dienend und doch begrenzt durch menschliche Strukturen. Die Augen Gottes sehen weiter als Traditionen, die ausschließen. Sie sehen Würde, Berufung und Gleichwertigkeit.

Zwei weitere Bilder tragen den Titel „Blickwinkel“. Das erste nach außen hin fröhlich und bunt, aber in der Mitte kühl und schwer. Das zweite Bild erscheint zunächst unscheinbar, aber dahinter kommt eine Spirale aus Farben zum Vorschein; leuchtend, bewegend und lebendig. Eine Einladung zum Aufbruch.

Die Skulptur „Wir“ zeigt eine Reihe stilisierter Personen. Am linken Rand eine Person, die müde und mutlos erscheint. Aber ist sie wirklich allein? Viele stehen hinter dieser Person, nicht laut, nicht drängend, aber tragend.

„Vernagelt“ heißt ein weiteres Werk: ein aufgeschlagenes Buch, das mit zahlreichen Nägeln auf zwei massiven Eichenbrettern fixiert ist. Eiche steht für Beständigkeit, Dauer und Tradition. Das offene Buch kann als Symbol für Meinungsfreiheit, Bildung oder Geschichte gelesen werden. Doch die Vielzahl der Nägel stellt diese Offenheit in Frage. Eine Mahnung an unser Vernagelt-Sein im Denken und Handeln.

Auf einem großen Brett ruhen kleine Quadrate. Auf diesen wiederum liegen ganz viele verschiedene "Fundstücke". Was achtlos verloren oder weggeworfen wurde, erhält hier einen neuen Raum. Jedes Objekt erzählt von einem Moment. Zwischen Holz und Dingen spiegelt sich ein ganzes Leben.

„Papierstaat“ ist ein Gefüge aus zusammengerollten Buchseiten, fast wabenartig. Jedes Element ist eigenständig, doch nur im Verbund mit Netzdraht ist das Konstrukt tragfähig. Es steht für Systeme, die wir erschaffen – aus Sprache, aus Regeln, aus Vorstellungen. Sie wirken fest, und sind doch verletzlich.

Und schließlich eine Skulptur, genannt „Im Kreis meiner Freunde“, die vom Gleichgewicht lebt, vom Zusammenspiel aus Nähe und Abstand, aus Bewegung und Ruhe. Papierkreise tanzen im Luftzug wie Gedanken im Gespräch, wie Erinnerungen im Austausch. Es schwebt wie ein Mobile, verletzlich und stark zugleich, und erinnert daran, dass Freundschaft nicht starr ist, sondern lebendig. Und alles ist getragen von einem Netz, das nicht fesselt, sondern trägt.

Die Kunstwerke sind ab Samstag, 21. März 2026, in der Stadtpfarrkirche St. Kilian Mellrichstadt zu sehen und laden dort weiterhin zum Entdecken, Nachdenken und Austausch ein.