Bevor man sich auf den Weg machen konnte, musste erst noch die neue Wallfahrtsfahne fertiggestaltet werden, indem jedes Kind darauf sein Baumblatt am großen Baum befestigte.
Dann zogen Kreuz und Fahne vorneweg und Groß und Klein stimmten kraftvoll ein in den Liedruf „Geh mit uns auf unserem Weg“.
Unterwegs zur idyllisch gelegenen Elmbachkapelle wurde an verschiedenen Stationen Halt gemacht, um auf die Bibeltexte zur Erschaffung der Welt zu hören und das Gehörte in Aktionen spielerisch zu vertiefen. Da wurden etwa Fundstücke aus der Natur mit geschlossenen Augen ertastet; bei einer Wettermassage auf dem Rücken gefühlt, wie das Wetter sein kann; Wattewölkchen weggepustet, Blumen und Steine gesucht.
Nach und nach füllten sich die Eierkartons der Kinder mit den Symbolen für die jeweilige Station.
Bei bestem Wallfahrt-Wetter kam der lange Zug von 75 Pilgern recht schnell voran und schon bald hatte man das Ziel vor Augen: die entzündeten Kerzen in der Elmbachkapelle und die Glocke luden zum gemeinsamen Gottesdienst ein. Richtig spannend wurde es, als eine Schatzkiste in die Mitte gestellt wurde! Die Kinder durften raten, was sich wohl darin befinden könnte – und wunderten sich, als schließlich ein kleiner, unscheinbarer Spatz zum Vorschein kam. Aus dem Matthäus-Evangelium erfuhren sie, dass so ein unscheinbarer Spatz für Gott so wichtig ist, dass er gut darauf aufpasst.
Dann durften alle Kinder selbst einmal in die Schatzkiste schauen. Sie staunten nicht schlecht, als sie ihr eigenes Spiegelbild darin erblickten. Das sollte veranschaulichen, dass jedes einzelne Kind für Gott noch viel wichtiger und wertvoller ist als der Spatz, und zwar so sehr, dass er sogar die Haare auf seinem Kopf gezählt hat. Zur Erinnerung an diese frohe Botschaft bekam jedes Kind einen kleinen Taler umgehängt „Du bist wichtig!“
Bei einem kleinen Picknick stärkten sich die Wallfahrer für den Rückweg mit weiteren Stationen zur Schöpfungsgeschichte. Mit Kreide wurden da eifrig Sonnen, Sterne und Monde auf den Weg gemalt, und alle machten fröhlich mit beim altbekannten Spiel „Alle Vögel fliegen hoch!“ Die Kinder erzählten, welche Tiere sie am liebsten haben und entdeckten schließlich das größte Wunder – nämlich, dass wir Menschen Gottes Kinder – Königskinder – sind.
Am Feuerwehrhaus angekommen, versammelten sich alle noch einmal im Kreis, um für Gottes wunderbare Schöpfung zu danken und gemeinsam das Vaterunser zu sprechen.
Beschwingt stimmten nach dem Segen alle noch einmal ein ins letzte Lied „Vom Anfang bis zum Ende hält Gott seine Hände“.
Mit herzlichen Worten bedankte sich Michaela Köller am Ende der Veranstaltung bei allen großen und kleinen Wallfahrern fürs Dabei-Sein, beim Team fürs Vorbereiten und Mitwirken, und ganz besonders auch beim Gemeindeteam Eußenhausen für die gute Bewirtung und Gastfreundlichkeit, das im Feuerwehrhaus schon den Tisch gedeckt hatte für hungrige Pilger. Dabei wurden schnell neue Kräfte mobilisiert, um den neuen Spielplatz nebenan noch zu erstürmen, was sichtlich viel Spaß machte.
Es war wieder ein ganz besonderer, toller Tag, den Groß und Klein, Jung und Alt, so einträchtig miteinander verbracht hatten, und alle zeigten sich begeistert von der Oma-Opa-Enkel-Wallfahrt. Man darf schon gespannt sein, wohin sie wohl im nächsten Jahr führen wird.










